
Michael Eile
Die Schifffahrt auf der oberen Saale und Unstrut | Band 10
Der Kampf um den Anschluss an den Mittellandkanal von 1914 bis 1924
Gebundene Ausgabe: 222 Seiten mit 101 Abbildungen und Dokumentenn,
1. Auflage 2026 | Preis: 49,00 €
ISBN: 978-3-945850-56-5
Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges rückten auch zahlreiche Kahnschiffer, Schiffsbauer und Unternehmer aus der Region der oberen Saale und Unstrut ins Feld und kämpften und starben auf den zahlreichen Schlachtfeldern. Im Ergebnis der grauenvollen Materialschlachten des Jahres 1916 wurde dann deutlich, dass die Eisenbahn den weiteren Nachschub im Rahmen der Kriegswirtschaft nicht bewältigen konnte. Zahlreiche Transporte verlegte man daher auf die Wasserstraßen. Der Mittellandkanal, dessen Bau 1916 in Ostrichtung bis Hannover vorangeschritten war, sollte in seiner Fortsetzung, über eine „Südlinie“, nun auch der mitteldeutschen Industrie einen Zugang zu Großwasserstraßen ermöglichen. Bis 1924 kämpften daher auch die Vertreter der Länder und der Großindustrie entlang der oberen Saale und Unstrut um den Anschluss an den Mittellandkanal. Die kriegsbedingten, riesigen Staatsschulden, die gigantischen Reparationszahlungen an die Sieger des 1. Weltkrieges, die daraus resultierende Hyperinflation und die Lobbyarbeit der Kanalgegner erschienen dabei aber als unüberwindliche Hürden.
Unternehmen Sie, werte Leser, eine Zeitreise durch die Jahre 1914 bis 1924. Es ist dies ein Bericht von Krieg und wirtschaftlichem Chaos, vom Niedergang der Güter-Schifffahrt auf der oberen Saale und Unstrut, vom Sterben der regionalen Schiffbauindustrie und vom Ende der einstmals berühmten Nebraer Sandsteinbrüche – die Geschichte von vergebenen Chancen und zerstörten Hoffnungen.
